bromsky

JMB-F

Neugestaltung des Hauptfoyers des

Jüdischen Museum Berlin


Fertigstellung 11/2009

Informationsdetail Keramik
Detail Keramikmöbel
Infowand und Bank
Hauptfoyer

Foto (c) Jan Bitter

Hauptfoyer

Treffpunkt Keramikbank

NEUES FOYER JÜDISCHES MUSEUM BERLIN


Um die wachsende Besucherzahl von mehr als 700.000 Menschen im Jahr adäquat empfangen zu können, hat das Jüdische Museum Berlin in den letzten Jahren ein Eingangsgebäude für Gruppen angebaut (Reese Architekten, 2005) und den Glashof des Kollegienhauses von 1735 überdacht (Studio Daniel Libeskind, 2007).

Mit der Neuorganisation und Gestaltung des Foyers und des Eingangs im Altbau konnten nun auch die Besucherorientierung und die Sicherheit entscheidend verbessert werden.


Die Einbauten von bromsky Architekten stärken auf subtile Weise die Qualitäten des barocken Altbaus. Die beiden Foyerräume im Erdgeschoss entlang des Glashofes werden als Einheit begriffen und durch eine beidseitige, monolithisch wirkende „Wandverkleidung“ zusammengefasst.


Die vier Meter hohen Elemente – eine Interpretation der klassischen Wandvertäfelung – nehmen alle bislang verstreuten Funktionen auf:

Große Leuchtflächen sind Träger des neuen, in Zusammenarbeit mit polyform entwickelten Leitsystems, zudem integrieren die plastisch ausgeformten Elemente eine Reihe von Sitzbänken und alle Bedien- elemente wie Flyerkästen, Wechselvitrinen für Plakate, Abfalleimer, Bildschirme und Spendertafeln.

Die Leuchtkästen können je nach Tageszeit und Anlass gedimmt werden und lassen das weiß-in-weiß gehaltene Relief der Wandverkleidung in unterschiedlichen Lichtstimmungen erscheinen.


Eine besondere Anforderung waren die Auflagen des Brandschutzes:


Die beiden Räume des Foyers dienen zugleich als Fluchtweg und mussten daher in A1-Qualität (nicht brennbar) und B1 (schwer entflammbar) ausgestattet werden.

bromsky Architekten haben unter Verwendung eines zum ersten Mal in dieser Art verarbeiteten Glas-Keramik-Werkstoffs „unbrennbare Möbel“ entwickelt.

Auch der großflächige Einsatz von bedruckter Barrisol-Folie für die Leuchtkästen ist eine eigens für das Jüdische Museum entwickelte Lösung.


Die Umbauarbeiten wurden von Juni bis August 2009 bei laufendem Museumsbetrieb durchgeführt.

Foto (c) Jan Bitter

Flyerwand und Bank

Details Keramikmöbel: Technikklappe, Informationssystem

Fotos (c) bromsky

Foto (c) Jan Bitter

Treffpunkt mit langer Bank

BAUHERR: Jüdisches Museum Berlin

TEAM: Franziska Streb, Jan Liebscher

AUSFÜHRUNG: LG Hi Macs: Tischlerei Weisse, Keramikkbau: Fa. Böhm, Leuchttafeln: AEO Riesa

ORT: Berlin

FERTIGSTELLUNG: 2009

LEISTUNGSPHASEN: 1-8 HOAI

Foyer mit Besuchern

Fotos (c) bromsky

Foyer mit Besuchern